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Josera Produkte für Schweine / Die Afrikanische Schweinepest | Aktuelle Informationen

Die Afrikanische Schweinepest | Aktuelle Informationen

Seit Monaten ist das Thema „Afrikanische Schweinepest“ bei Schweinebetrieben in der Diskussion. Während die Infektionszahlen in Osteuropa in den vergangenen Monaten weiter angestiegen sind, ist in Deutschland noch kein Fall der Seuche bekannt.
Doch um was geht es genau bei der Afrikanischen Schweinepest? Welche Auswirkungen hat diese und wie kann ich mich als Landwirt vorbereiten?
All diese Informationen erhalten Sie hier in diesem Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis:

  • Ist die Afrikanische Schweinepest für den Menschen und andere Tierarten ansteckend?  » weiterlesen
  • Wie kam die Afrikanische Schweinepest in unsere Breitengrade? »weiterlesen
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen sind für mich als Landwirt sinnvoll? » mehr erfahren
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen ergreift das Unternehmen JOSERA? » mehr erfahren

Was ist die Afrikanische Schweinepest (ASP)?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die Wild- und Hausschweine befallen kann.

 

Ist die Afrikanische Schweinepest für den Menschen und andere Tierarten ansteckend?

Nein, für den Menschen und andere Tierarten ist die Afrikanische Schweinepest nicht ansteckend.

Wie wird die Afrikanische Schweinepest übertragen?

In den afrikanischen Ursprungsländern wird die Virusinfektion durch die Lederzecke übertragen, die in unseren Breitengraden aber nicht vorkommt. Vor allem aber verbreitet sich der Erreger über direkten Tierkontakt durch Sekrete, Blut oder Sperma, die Aufnahme infizierten Materials oder indirekt über kontaminierte Werkzeuge oder Transportfahrzeuge.

Wie kam die Afrikanische Schweinepest in unsere Breitengrade?

Im Dezember 2007 wurde die ASP erstmals in Georgien registriert und breitete sich auch auf die Nachbarländer Armenien, Aserbaidschan und Russland aus. 2012 kam es dann zu Fällen in der Ukraine und in Weißrussland, 2014 erreichte die Afrikanische Schweinepest die Länder Polen, Litauen, Lettland und Estland. In Tschechien wurde der erste Fall am 27. Juni 2017 registriert. Auch in Belgien sind 2018 bereits Fälle der ASP bei Wildschweinen entdeckt worden. Dass sich die Afrikanische Schweinepest so lange in den genannten Staaten halten und sogar weiterverbreiten kann, ist der lokalen Schweinehaltung in den betroffenen Ländern geschuldet - gerade bei der weit verbreiteten Hinterhofhaltung mit sehr geringer Biosicherheit.

Wie viele Tiere sind bislang in Europa betroffen?

Betroffene Hausschweine
Land
Datum des letzten Ausbruchs Anzahl von Ausbrüchen
Bulgarien 31.08.2018 1
Italien 12.09.2018 10
Lettland 15.08.2018 10
Litauen 31.10.2018 51
Polen 19.09.2018 109
Rumänien 29.11.2018 1.141
Ukraine 25.11.2018 101
  Gesamt 1.423
Betroffene Wildschweine
Land
Datum des letzten Ausbruchs Anzahl von Ausbrüchen
Belgien 30.11.2018 108
Bulgarien 07.11.2018 4
Tschechien 19.04.2018 28
Estland 26.11.2018 215
Ungarn 01.12.2018 76
Italien 23.11.2018 49
Lettland 29.11.2018 631
Litauen 30.11.2018 1.361
Polen 30.11.2018 2.224
Rumänien 30.11.2018 134
Ukraine 23.11.2018 38
  Gesamt 4.868

Stand:           03.12.2018

Quelle:           Animal Disease Notification System: outbreaks per disease (https://ec.europa.eu/food/animals/animal-diseases/not-system_en)

Was sind Symptome der Afrikanischen Schweinepest?

Die Symptome der Krankheit sind häufig unspezifisch. Diese können die folgenden sein:

  • hohes Fieber
  • Futterverweigerung
  • Atemprobleme
  • Diarrhoe
  • Blaufärbung der Haut.

Die Erkrankung ist in der Regel für 100% aller betroffenen Tiere tödlich. Trotz des schnellen Verendens der Tiere - in der Regel sind es 10 Tage - hält sich das Virus in den betroffenen Regionen sehr hartnäckig und breitet sich weiter aus. Besonders der Transportverkehr aus den östlichen Staaten stellt ein hohes Risiko für Deutschland dar, damit verbunden auch das achtlose Entsorgen von kontaminierten Materialien wie z.B. Wurstwaren.
Das Risiko für eine Einschleppung nach Deutschland durch direkten Tierkontakt zwischen Wildschweinen wird hingegen wegen der hohen Distanz und dem schnellen Tod der betroffenen Tiere als gering erachtet.

Wie ist die aktuelle Lage zur Afrikanischen Schweinepest?

Das aktuelle Auftauchen der ASP in Belgien muss als warnendes Beispiel angesehen werden (siehe wöchentlich aktualisierte Karte des FLI hier). Es lässt darauf schließen, dass die Afrikanische Schweinepest über den Menschen in die Region gelangt ist, z.B. stellt das Mitbringen von heimischen Wurstwaren aus östlichen Ländern ein hohes Eintragungsrisiko dar.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind für mich als Landwirt sinnvoll?

Trotz der sehr hohen Sicherheit in den heimischen Schweinebeständen sollte die Afrikanische Schweinepest nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Vielmehr gilt es, durch ein professionelles Krisenmanagement und eine umfassende Vorbereitung auf den Ernstfall den Betrieben ein Höchstmaß an Sicherheit zu vermitteln.

  • Eine gute Betriebshygiene ist das A und O und muss in Ihrem Betrieb an erster Stelle stehen. Dabei spielt die Sauberkeit von Personal und Gerätschaften eine wichtige Rolle. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Mitarbeiter die betriebseigene Schutzkleidung tragen und der Zugang zum Stall für Externe beschränkt ist.
  • Schotten Sie Ihren Hausschweinebestand strikt gegenüber Wildschweinen ab. Sichern Sie dabei Ihre Futtermittel vor einer Kontamination nach außen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen ergreift das Unternehmen JOSERA?

Da die Afrikanische Schweinepest 2018 zum ersten Mal in Belgien bei Wildschweinen aufgetreten ist, scheint der Weg der ASP nach Deutschland nicht mehr sehr weit zu sein. Deshalb sollten Sie sich gerade jetzt mit dem Thema beschäftigen und bei Fragen auf uns zu kommen.
Als professioneller Partner der Landwirtschaft sind wir als Unternehmen JOSERA auf alle Eventualitäten vorbereitetet und haben diesbezüglich einen Maßnahmenplan für einen möglichen Seuchenfall ausgearbeitet.
Sowohl die JOSERA Händler als auch das interne JOSERA Personal haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und sind bestens ausgestattet mit entsprechenden Arbeitsmitteln wie Schutzkleidung oder Desinfektionsmitteln.

Fazit

Auch wenn die Afrikanische Schweinepest noch weit entfernt zu sein scheint, sollten Sie sich als Landwirt bereits jetzt mit dem Thema auseinandersetzen, um auf alles vorbereitet zu sein. An dieser Stelle stehen wir Ihnen für jeglichen Rat zur Seite.

Sie haben weitere Fragen zur Afrikanischen Schweinepest? Dann schreiben Sie uns! Wir helfen gerne weiter.

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