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Josera Produkte für Schweine / Die neue Düngeverordnung und ihre Folgen

Die neue Düngeverordnung und ihre Folgen

Die neue Düngeverordnung ist am 02.06.2017 in Kraft getreten und die Schweinehalter müssen sich auf einige Verschärfungen im Düngerecht einstellen.
In diesem Artikel möchten wir Ihnen die Auswirkungen, aber auch Chancen der Düngeverordnung aufzeigen:

Inhaltsverzeichnis:

  • Welche Auswirkungen hat die Düngeverordnung für mich als Landwirt?  » mehr erfahren
  • Welche Chancen habe ich als Landwirt, um der Düngeverordnung entgegen zu steuern?  » weiterlesen
  • Was sind die Richtwerte für eine nährstoffreduzierte Fütterung » mehr erfahren
  • Welche Mastmineralfutter machen für mich als Schweinehalter bei einer N/P-reduzierten Fütterung Sinn? »weiterlesen

Welche Auswirkungen hat die Düngeverordnung für mich als Landwirt?

Die Düngeverordnung bringt einige Änderungen mit sich. Das betrifft zum Beispiel die zulässigen Stickstoff- und Phosphat-Salden der Nährstoffbilanz: Diese wurden jeweils um 10 kg/ ha gesenkt. Ferkelerzeuger trifft zusätzlich noch folgende Änderung:

Bisher gab es bei der Berechnung des Nährstoffanfalls eine Obergrenze von 22 Ferkeln, jetzt wurde das Leistungsniveau angepasst und es sind bis zu 28 abgesetzte Ferkel in der Berechnung des Nährstoffanfalls berücksichtigt.

Diese Änderungen haben zur Folge, dass der Bedarf an Gülleflächen pro Betrieb enorm ansteigen kann. So benötigt ein Modellbetrieb mit 2.000 Mastplätzen und einem Zunahmeniveau von 850 g bis zu 12 % mehr Güllefläche. Ein Modellbetrieb mit 250 Zuchtsauen, 17 Jungsauen, 2 Eberplätzen und 28 aufgezogenen Ferkeln benötigt bis zu 22 % mehr Güllefläche (Quelle SUS 3/2017).

In veredelungsdichten Regionen ist das nicht umsetzbar. Dennoch gibt es Chancen, damit Sie als Landwirt wirtschaftlich weiter arbeiten können.

Welche Chancen habe ich als Landwirt, um der Düngeverordnung entgegen zu steuern?

Der größte Hebel ist die N-/P-reduzierte Fütterung. Sie kann den Stickstoff- und Phosphatanfall drücken, ohne dass die Leistung sinkt:

  • Durch die Phasenfütterung lässt sich die Futtermischung an den Bedarf der Tiere in den einzelnen Gewichtsabschnitten anpassen. Je mehr Phasen gefüttert werden, desto mehr Stickstoff- und Phosphor kann eingespart werden.
  • Einsatz eines Mastminerals mit hohen Aminosäuregehalten: Dadurch müssen Sie als Schweinehalter weniger Soja einsetzen, woraufhin der Rohproteingehalt im Futter sinkt. Somit werden auch die N-Ausscheidungen niedriger.
  • Einsatz eines Mineralfutters mit Phytase: Das Enzym Phytase ist in der Lage, den gebunden Phosphor im Getreide aufzuspalten und für das Schwein verwertbar zu machen. Hierdurch kann mineralischer Phosphor eingespart werden. Einige Betriebe füttern heute schon erfolgreich komplett ohne mineralischen Phosphor.

Was sind die Richtwerte für eine nährstoffreduzierte Fütterung?

In der nachfolgenden Tabelle erfahren Sie mehr über die Richtwerte einer nährstoffreduzierten Fütterung bei 850 g täglicher Zunahmen:

Lebendgewicht kg Rohprotein in % Phosphor in %
N-/P-reduziert
Vormast 28-40 17,5 0,50
Mittelmast 40-70 17,0 0,45
Endmast 70-118 16,0 0,45
Mittlere Mastmischung 28-118 16,4 0,46
Stark N-/P-reduziert
Vormast 28-40 17,5 0,47
Anfangsmast 40-65 16,5 0,45
Mittelmast 65-90 15,5 0,42
Endmast 90-118 14,0 0,42
Mittlere Mastmischung 28-118 15,4 0,43

(Quelle: „Arbeiten der DLG, Band 199, Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere, 2. Auflage 2014)

Entsprechend Ihres Produktionsverfahrens werden Sie in die Kategorie Standardfutter ,N-/P-reduziert oder stark N-/P-reduziert eingeordnet. Pro Tierplatz gilt dann ein anderer Pauschalwert für den Nährstoffanfall an Stickstoff und Phosphat.

Beispiel:
Bei 850 g Tageszunahmen wird bei einem Standardfutter ein N-Anfall von 4,48 kg und ein P-Anfall von 0,79 kg je Mastschwein kalkuliert. Bei der stark N-/P-reduzierten
Fütterung wird mit einem N-Anfall von 3,87 kg und einem P-Anfall von 0,63 kg gerechnet.
(Quelle: Gelbes Heft 2018, Lfl)

Halten Sie sich als Landwirt also an die Richtwerte der N-/P- oder stark N-/P-reduzierten Fütterung, können Sie in Ihrer Nährstoffbilanz mit weniger Stickstoff- und Phosphat-Anfall in der Gülle kalkulieren, wodurch Sie mehr Gülle pro Hektar ausbringen dürfen. 

Welche Mastmineralfutter machen für mich als Schweinehalter bei einer N/P-reduzierten Fütterung Sinn?

Je nach Stickstoff- und Phosphoreinsparung in den Futtermischungen werden N-/P- reduzierte Fütterungsregime eingeteilt in

  • N/P reduziert
  • Stark N/P reduziert

Das passende Mineralfutter hinsichtlich Phosphor- und Aminosäuregehalt spielt dabei eine wesentliche Rolle um die Anforderungen dieser Fütterungsstrategien erfüllen zu können.

Um Stickstoff in der Futtermischung zu minimieren sind Mineralfutter mit hohen Aminosäuregehalten gefragt.
Die Anforderungen im Bereich Phosphor werden nur durch Mineralfutter erfüllt welche im mineralischen Phosphor abgesenkt sind und zusätzlich Phytase enthalten. Durch Phytase wird der in Pflanzen gebundene Phytin-Phosphor für das Schwein verwertbar gemacht.

JOSERA bietet Ihnen mit entsprechend ausgestatteten Mineralfuttern die Möglichkeit Ihre Futtermischungen auf N/P reduzierte Fütterungsregime umzustellen.

Die entscheidende Kennzahl für die N/P- oder stark N/P- reduzierte Fütterung ist der Gehalt an N und P in der sogenannten „mittleren Mastmischung“. Gemeint ist hier der Gehalt an N und P in der gewichteten durchschnittlichen Futtermischung.

JOSERA Mastmineralfutter für die N/P- und stark N/P-reduzierte Fütterung:

Informieren Sie sich hier über unser spezielles Einstallmineralfutter VormastTop für einen reibungslosen Start in die Mast.
Für eine gezielte Beratung sprechen Sie bitte Ihren JOSERA-Partner vor Ort an, nutzen die Beratungshotline oder Sie schreiben uns hier.